Hallo zusammen,
wie im Bericht zum G7-Gipfel angekündigt folgt nun der Bericht über den zivilen Traffic rund um den zweitgrößten Flughafen der Schweiz, den Genève Aéroport (Geneva Airport) - oder wie einige Einheimische ihn heute noch immer nennen: den „Aéroport de Cointrin“.
Bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg siedelte sich der Völkerbund – der Vorläufer der Vereinten Nationen – in Genf an. Der dadurch entstandene internationale Reisebedarf war ein entscheidender Grund für den Ausbau des Flugplatzes Cointrin zum internationalen Flughafen.
Da Genf auch heute der europäische Hauptsitz der Vereinten Nationen (UN) ist und zahlreiche internationale Organisationen, Banken sowie diplomatische Vertretungen beherbergt, verzeichnet der Flughafen nach wie vor ein außergewöhnlich hohes Aufkommen an Regierungs-, Diplomaten- und anderen VIP-Flügen. Für diesen Verkehr verfügt der Flughafen über ein eigenes Business-Aviation-Terminal.
Mit rund 18 Millionen Passagieren jährlich gehört der Flughafen Genf zu den passagierstärksten Flughäfen weltweit, die über nur eine Start- und Landebahn verfügen. Diese Bahn ist dafür mit 3.900 Metern die längste des Landes.
Ein weiteres Kuriosum: Obwohl der Flughafen komplett auf Schweizer Staatsgebiet liegt, verläuft seine nördliche Grenze direkt entlang der Grenze zu Frankreich. Aufgrund eines Staatsvertrags von 1956 gibt es den sogenannten „Sektor Frankreich“. Passagiere können dadurch aus Frankreich kommend über eine gesicherte Zollstraße direkt in den französischen Teil des Terminals gelangen, dort einchecken und z. B. nach Paris fliegen, ohne dabei formal in die Schweiz einzureisen.
SWISS betreibt in Genf traditionell fast ausschließlich europäische Punkt-zu-Punkt-Strecken – mit einer prominenten Ausnahme: Genf verfügt über die einzige SWISS-Langstreckenverbindung außerhalb des Hubs Zürich, nämlich den täglichen Flug nach New York (JFK). Bereits zwei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Swissair die Nonstop-Verbindung zwischen Genf und New York auf. Die Strecke wurde wegen der zahlreichen UN-Mitarbeiter bald als „UN Shuttle“ bekannt und gilt traditionell als eine der premiumstärksten Strecken im gesamten SWISS-Netz.
Swiss / Airbus A330-343 / HB-JHB
easyJet hat in Genf eine ihrer größten Basen außerhalb Großbritanniens: Fast jeder zweite Passagier in Genf fliegt mit easyJet. Die Airline hat den Flughafen seit Ende der 1990er-Jahre zu einem ihrer wichtigsten europäischen Standorte entwickelt. Reg-Sammler können sich hier jedenfalls nach Herzenslust austoben.
easyJet Europe / Airbus A319-111 / OE-LQW
Im Bereich der Nonstop-Verbindungen nach China gibt es zwei große Player, die regelmäßig Widebodies nach Genf schicken: Air China verbindet Genf direkt mit dem Hub Peking (PEK).
Air China / Airbus A350-941 / B-1086
Air China / Airbus A350-941 / B-32DM
Und China Eastern Airlines fliegt nonstop nach Shanghai (PVG). Diese Verbindung ist noch relativ frisch (wurde erst im Sommer 2025 aufgenommen).
China Eastern Airlines / Airbus A350-941 / B-32IJ
Der Markt aus Südost- und Ostasien (wie Japan, Südkorea oder Singapur) wird in Genf aktuell noch nicht über direkte Nonstop-Flüge bedient (auch wenn Singapur ganz oben auf der Wunschliste des Airports steht). Direkte Alternativen bieten derzeit vor allem die großen Netzwerk-Carrier aus dem Nahen Osten: Emirates (aus Dubai / DXB), Qatar Airways (aus Doha / DOH), Etihad Airways (aus Abu Dhabi / AUH), Saudia (aus Riad/Dschidda).
Den Anfang macht Qatar im sanften Morgenlicht.
Qatar Airways / Airbus A350-941 / A7-ALV
Etihad zeigt sich abwechslungsreich und kommt sowohl mit Widebodies als auch dem A321neo.
Etihad Airways / Boeing 787-9 Dreamliner / A6-BLD
Etihad Airways / Airbus A321-251NX / A6-LRA
Etihad Airways / Boeing 787-9 Dreamliner / A6-BLE
Genf (GVA / LSGG) im Juni 2026
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Genf (GVA / LSGG) im Juni 2026
Emirates & Saudia kommen im Sommer pünktlich zum absoluten Hochlicht. Saudia dafür auch mit großem Gerät.
Emirates / Boeing 777-31HER / A6-EQM
Saudi Arabian Airlines / Airbus A330-343 / HZ-AQ28
Derzeit fliegt nur United als eine der drei großen US-amerikanischen Fluggesellschaften den Flughafen Genf an.
Delta hatte die Verbindung von New York (JFK) nach Genf nach längerer Pause im Jahr 2023 zwar wieder aufgenommen, hat die Strecke jedoch im vergangenen Jahr komplett aus dem Flugplan gestrichen.
United kommt weiterhin mit wunderbarem „Altmetall“ aus Newark (EWR) und Washington-Dulles (IAD) über den Atlantik.
Auf den Flügen nach Genf kommt häufig Uniteds „High-J“-767 zum Einsatz. Fast 40 Prozent aller Sitze entfallen auf Premiumklassen bei insgesamt nur 167 Plätzen. Damit bietet dieser Widebody weniger Sitze als manche Boeing 737.
United Airlines / Boeing 767-322(ER) / N661UA
Auch diese farbenfrohe Flosse gibt es in Genf regelmäßig zu sehen: Ethiopian nutzt für einen Teil der Umläufe Fifth-Freedom-Rechte. Ethiopian bedient häufig die Dreiecksverbindung Addis Abeba – Genf – Manchester.
Icelandair bringt sowohl Sommertouristen als auch Wintersportler nach Genf.
Icelandair / Boeing 737-8 MAX / TF-ICM
Air X Charter / Embraer Lineage 1000 / 9H-NYC
Gulf Air / Airbus A321-253NX / A9C-NH
Luxair ist immer für eine Sonderlackierung gut.
Luxair - Luxembourg Airlines / Bombardier Dash 8-Q402 / LX-LGN / den Atelier c/s
Air Serbia / Embraer ERJ-190-200LR / YU-ATD
Emirates / Boeing 777-31HER / A6-EQM
Saudi Arabian Airlines / Airbus A330-343 / HZ-AQ28
Derzeit fliegt nur United als eine der drei großen US-amerikanischen Fluggesellschaften den Flughafen Genf an.
Delta hatte die Verbindung von New York (JFK) nach Genf nach längerer Pause im Jahr 2023 zwar wieder aufgenommen, hat die Strecke jedoch im vergangenen Jahr komplett aus dem Flugplan gestrichen.
United kommt weiterhin mit wunderbarem „Altmetall“ aus Newark (EWR) und Washington-Dulles (IAD) über den Atlantik.
Auf den Flügen nach Genf kommt häufig Uniteds „High-J“-767 zum Einsatz. Fast 40 Prozent aller Sitze entfallen auf Premiumklassen bei insgesamt nur 167 Plätzen. Damit bietet dieser Widebody weniger Sitze als manche Boeing 737.
United Airlines / Boeing 767-322(ER) / N661UA
Auch diese farbenfrohe Flosse gibt es in Genf regelmäßig zu sehen: Ethiopian nutzt für einen Teil der Umläufe Fifth-Freedom-Rechte. Ethiopian bedient häufig die Dreiecksverbindung Addis Abeba – Genf – Manchester.
Icelandair bringt sowohl Sommertouristen als auch Wintersportler nach Genf.
Icelandair / Boeing 737-8 MAX / TF-ICM
Air X Charter / Embraer Lineage 1000 / 9H-NYC
Gulf Air / Airbus A321-253NX / A9C-NH
Luxair ist immer für eine Sonderlackierung gut.
Luxair - Luxembourg Airlines / Bombardier Dash 8-Q402 / LX-LGN / den Atelier c/s
Air Serbia / Embraer ERJ-190-200LR / YU-ATD
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Genf (GVA / LSGG) im Juni 2026
Aer Lingus / Airbus A320-214 / EI-GAM
Neben weiteren „üblichen Verdächtigen“, auf deren Vorstellung ich hier verzichte (wie British Airways, KLM, Air France, LOT, SAS, Iberia, Turkish Airlines...), gab es noch diese beiden Kandidaten weit aus dem Süden und weit aus dem Norden:
Tunisair / Airbus A320-214 / TS-ITA
Finnair / Embraer ERJ-190-100LR / OH-LKH
Leider nicht passend vor die Linse bekam ich (Kuwait mit dem A330neo und) Animawings mit dem A220.
Ebenfalls ein kleiner Wermutstropfen: Schade, die Maschine war bis einige Wochen vorher noch in Sonderlackierung unterwegs (Royal Moroccan Football Federation Partner c/s).
Royal Air Maroc (RAM) / Boeing 737-8 MAX / CN-MAY
Middle East Airlines (MEA) / Airbus A320-232 / OD-MRN
ITA Airways / Airbus A321-271NX / EI-HXF
Ein echter Grund zur Freude folgte als Nächstes: Yes, endlich habe ich sie im Kasten.
Brussels Airlines / Airbus A320-214 / OO-SNO / Red Devils & Red Flames c/s
Aber auch deren Standardlackierung weiß im knackigen Morgenlicht absolut zu überzeugen.
Brussels Airlines / Airbus A319-111 / OO-SSO
Zum Finale: Air Canada fliegt täglich nonstop von Genf zu ihrem Drehkreuz nach Montréal-Trudeau (YUL). Meistens kommt dabei der Airbus A330 zum Einsatz, phasenweise schicken die Kanadier aber auch die Boeing 777 über den Atlantik.
Air Canada / Boeing 777-333ER / C-FIVQ
Air Canada / Airbus A330-343 / C-GEGC / Fly the flag c/s
Ich hoffe der Bericht aus Genf hat gefallen. Schöne Woche noch.
Neben weiteren „üblichen Verdächtigen“, auf deren Vorstellung ich hier verzichte (wie British Airways, KLM, Air France, LOT, SAS, Iberia, Turkish Airlines...), gab es noch diese beiden Kandidaten weit aus dem Süden und weit aus dem Norden:
Tunisair / Airbus A320-214 / TS-ITA
Finnair / Embraer ERJ-190-100LR / OH-LKH
Leider nicht passend vor die Linse bekam ich (Kuwait mit dem A330neo und) Animawings mit dem A220.
Ebenfalls ein kleiner Wermutstropfen: Schade, die Maschine war bis einige Wochen vorher noch in Sonderlackierung unterwegs (Royal Moroccan Football Federation Partner c/s).
Royal Air Maroc (RAM) / Boeing 737-8 MAX / CN-MAY
Middle East Airlines (MEA) / Airbus A320-232 / OD-MRN
ITA Airways / Airbus A321-271NX / EI-HXF
Ein echter Grund zur Freude folgte als Nächstes: Yes, endlich habe ich sie im Kasten.
Brussels Airlines / Airbus A320-214 / OO-SNO / Red Devils & Red Flames c/s
Aber auch deren Standardlackierung weiß im knackigen Morgenlicht absolut zu überzeugen.
Brussels Airlines / Airbus A319-111 / OO-SSO
Zum Finale: Air Canada fliegt täglich nonstop von Genf zu ihrem Drehkreuz nach Montréal-Trudeau (YUL). Meistens kommt dabei der Airbus A330 zum Einsatz, phasenweise schicken die Kanadier aber auch die Boeing 777 über den Atlantik.
Air Canada / Boeing 777-333ER / C-FIVQ
Air Canada / Airbus A330-343 / C-GEGC / Fly the flag c/s
Ich hoffe der Bericht aus Genf hat gefallen. Schöne Woche noch.


