angeregt durch einen großartigen Bildbericht aus Korfu im letzten Jahr habe ich spontan zusammen mit einem freund bei einer CSA/Opodo Aktion zugeschlagen und Düsseldorf-Prag-Athen und retour zu eine wirklich guten Preis gebucht. Da die Zukunft von Olympic zu diesem Zeit noch mehr als ungewiss war, haben wir Anschlüssflüge nach Athen mit Aegean Airlines gebucht. Allerdings nicht ohne vorher noch einen 3-tägigen Aufenthalt in Griechenlands Hauptstadt einzuplanen. Entgegen kam mir die 737-400, die CSA geplant hatte und die mir immer noch in meinem Log fehlt. Wie es so ist, am Ende kommt alles anders. Der CSA Flug wurde kurzerhand gestrichen und ich wurde auf Air France via Paris Charles de Gaulle umgebucht während mein Mitreisender mit den Holländern vorlieb nehmen musste. Also wieder nichts mit der 727-400 geworden (wie schon so oft). Für Düsseldorf-Paris sollte ein Embraer 190 und für den Weiterflug ein A320 eingesetzt werden. Am Abreisetag stand dann in Düsseldorf eine Fokker 100 der Blue Line auf dem Vorfeld (auch nicht schlecht, eine Airline, mit der man nicht so oft fliegt). Wegen einem „high traffic volume“ sassen wir dann gut 1 Stunde in der brüllend heissen Fokker 100 bis es endlich losging. Natürlich hatte ich den mit Abstand schlechtesten Platz (Gang letzte Reihe).
In Paris angekommen musste ich 4 Stunden totschlagen. Nachdem ich einmal das komplette Terminal abgelaufen war, mein Lieblinsgverkehrsmittel den CDG-Val genutzt habe (Assurez-vous de n’oubliez pas votre bagage
Nach gut 4 Stunden ging es dann endlich mit einem A320 los. Direkt beim Start bin ich eingeschlafen und erst über der Schweiz wieder aufgewacht. Da stand dann schon meine laktosefreies Essen auf dem Tisch vor mir J
Nach der Landung gegen 22 Uhr in Athen musste ich dann noch 2 Stunden auf den KLM Flug meines Mitreisenden warten bevor es dann zum Hotel in der Stadt ging. Auf dem Weg dorthin wurden uns noch zahlreiche Muntermacher in Form von Drogen angeboten.
Da wir aufgrund unseres Alters in Griechenland keinen Mietwagen bekommen haben und der Flughafen in Athen wirklich seeeeeeeeehr großzügig umzäunt ist haben wir etwas Sightseeing eingeplant. Zu Fuss ging es quer durch die Stadt zur Akropolis, allerdings haben wir uns diese nur aus der Ferne angeschaut, da 12 Euro Eintritt dann doch etwas happig waren.
Auf dem Weg dorthin wurde uns dann auch noch eine kurz abgestellte Wasserflasche entwendet...(so lange es nicht die Kameras sind).

Nun will ich euch nicht weiter mit Bildern von irgendwelchen alten Häusern, Tempeln und Palästen langweilen sondern direkt zur Sache kommen
Auf unserer Tour durch die Stadt ging es auch zum alten Athener Flughafen Ellinikon, der im Jahre 2001 geschlossen wurde. Im wesentlichen ist der Flughafen noch fast komplett erhalten, lediglich ein Teil der Startbahn existiert nicht mehr. Auf dem Flughafengelände stehen noch einige Flugzeuge, die sich auch ganz passabel ablichten lassen:
Ein Geheimnis dürfte der Vorbesitzer dieser Maschinen sein


Etwas schwieriger wird es dann bei dieser BAC 1-11:


Da es wahnsinnig interessant ist, über das verlassene (aber öffentlich zugängliche) Flughafengelände zu laufen, haben wir uns noch etwas weiter umgeschaut. An einer Strassenkreuzung zum Terminal B gesellte sich dann ein schwarzhaariger Freund in einer beachtlichen Grösse zu uns, der uns auch immer wieder seine nicht zu unterschätzenden Zähne gezeigt hat. Der Köter ist einige Zeit bellend und zähnfletschend neben uns her gelaufen und hätte uns mit ziemlicher Sicherheit auch angefallen, wenn ihn nicht ein vorbeifahrendes Auto aus dem Konzept gebracht hätte.
Das war echt mein schlimmstes Spottingerlebnis bisher und ich hatte in meinem Leben bisher selten so eine Angst.
Am nächsten Tag wollten wir dann auch ohne Auto unser Glück am aktiven Athener Flughafen probieren, allerdings waren wir erst Mittags dort und haben nicht wirklich einen brauchbaren Spot gefunden. Deshalb haben wir uns dann auf ein recht großes Outlet und eine Mahlzeit bei der grössten schwedischen Restaurantkette beschränkt J.
Am nächsten Tag ging es dann frühmorgens nach Korfu und zufälligerweise haben wir vor dem Abflug von Athen doch noch einen brauchbaren Spot gefunden, von dem uns ein paar Bilder gelangen.
Zunächst 2 Dauergäste, einmal eine 747 der hellenic Imperial und eine weitere 747 der Neugründung Elite Airways Cargo, die allerdings immer noch nicht den Flugbetrieb aufgenommen hat.


Der Feuerwehrtrainer des Flughafens:

Und der normale Traffic, den wir in der kurzen Zeit vor unserem Abflug noch ablichten konnten:




Mit einem Aegean A320 ging es dann relativ unspektakulär ins Spottingparadies nach Korfu.
Kerkyra bietet ausgezeichnete Spottingmöglichkeiten und im Vergleich zu anderen Flughäfen wie Skiathos auch eine passable Menge an Traffic, allerdings nicht vergleichbar mit PMI oder so und sehr stark abhängig vom Wochentag. Leider waren wir nicht am stärkstem Tag, dem Samstag vor Ort. In Korfu angekommen ging es nach einer längeren Unterhaltung mit einem Aegean F/O in einem Gewaltmarsch in der Mittagshitze zu unserem Hotel oben am Berg mit Sicht auf den Flughafen. Nachdem wir uns dort eingerichtet hatten ging es direkt ins Meer und in den Pool.
Von unserem Zimmer bot sich folgender Blick:

Im Bild sah das Ganze dann so aus (war übrigens super bequem, vom balkon aus zu spotten J)



Aber auch sonst sind die Spots, vor allem morgens einfach nur genial.
Beim Frühstück haben wir dann gleich auch ein paar andere Spotter aus München kennen gelernt (Viele Grüße). Da wir einen kombinierten Bade-Spottingurlaub gemacht haben, poste ich die Bilder hier ohne feste Ordnung:
Auf der berüchtigten Insel-Tour:

Eines von sehr wenigen GAT Movements:

Aegean war sehr stark in CFU vertreten, sowohl mit Charter als auch mit Linienflügen:



Charterflüge kommen aus allen Ecken Europas, vorwiegend allerdings Deutschland, England, Russland und Belgien:

























Überführungsflug in den Himalaya:


Das war es dann so im Grossen und Ganzen, natürlich haben wir nicht nur gespottet, sondern auch noch die Gelegenheit zum Baden und Strandurlaub genutzt.
Zum Schluss noch dieses Canadair Löschflugzeug der HAF, leider ist das erste Bild nicht so geworden wie ich es mir gewünscht hätte aber es war auch mehr ein Notschuss.


Nach 3 Tagen ging dann auch unser Aufenthalt in Korfu zu End Ende es ging wieder mit Aegean zurück nach Athen und von dort aus am frühen morgen über Athen nach Düsseldorf. Die Flüge waren dann bis auf das eigenartige Englisch der Flugbegleiter und die geringe Auslastung von 12 Leuten in einer Boeing 737-500 auf PRG-DUS auch nicht weiter erwähnenswert. Gelohnt hat sich Korfu auf jeden Fall. Es ist echt ein super Airport und es macht einfach Spass, so einen „normalen“ Badeurlaub mit Spotten kombinieren zu können.
Beim Aussteigen in Athen konnte ich dann auch noch die 2 Helelnic Imperial fotografieren (wir hatten richtig Glück dass sowohl die Parkposition als auch das Licht gepasst haben).

Ich hoffe es hat gefallen!
Stefan


