Der Flughafen Rand war früher der internationale Flughafen von Johannesburg. Heute befindet sich dort ein Museum, in welchem u.a. eine 747SP „Maluti“ sowie eine 742 „Lebombo“ ausgestellt sind. Am Flughafen selber befinden sich kleinere Flugzeuge, vor allem kleinere Frachtmaschinen, Futten, Helis und einige Oldtimer.
Leider hat das Museum nur am Wochenende und da nur wenige Stunden geöffnet, wer also einen Besuch dort plant, sollte sich davor über die Öffnungszeiten informieren. Daher haben wir gleich an unserem zweiten Tag das Museum besucht.


Ausgestellt sind dort mehrere DC-4 und DC-6 sowie eine De Havilland Dove und eine Lockheed Loadstar.


Die 747-200 der South African Airways kann auch von innen besichtigt werden. Hierzu werden auch geführte Touren von den Mitarbeitern der SAA Museum Society angeboten, welche dann alles Wissenswerte zur Maschine erzählen.

In der First Class gibt es einen Zugang nach unten...

...zur Avionik

und Frachtraum

Die 747SP ist zwar nicht so öffentlich zugänglich wie die 742, aber wenn man einen der Guides fragt, kann man diese Maschine ebenfalls besichtigen.

2006 ist „Maluti“ in Rand auf der sehr kurzen Runway 1.700m gelandet, hier ein Video dazu bei youtube:
Kabine der Economy Class:

Galley:

Crew Rest:

Cockpit:

Obwohl die Maschine noch Kerosin in den Tanks hat und auch immer mal wieder die APU gestartet wird, könnte sie nicht mehr vom Rand Airport starten, da die Runway mit 1.700m bei einer Höhe von knapp 1.700m über dem Meer einfach nicht ausreichen würde.
Direkt angrenzend an das Museum befindet sich der eigentliche Flughafen.

Antonov 32:

Do-228:

Die Airline Phoebus Apollo hat am Rand Airport ihre Basis:


ZS-PSF, Queen Air 80

9Q-CYS, NAMC YS-11

ZS-CAI, DC-3

In den Hangars stehen Unmengen an Helis

Die ein oder andere ältere Maschine rottet vor sich hin…
…wie diese Antonov 2, ZU-ATI



…oder diese Zlin Agro Turbo

Am Schluß kam dann noch diese Citation rein, mit der Skyline von Johannesburg im Hintergrund:

Das soll es vom Rand Airport gewesen sein.
Am nächsten Tag hieß es für uns bereits Abschied nehmen von Johannesburg, denn der Weiterflug in Richtung Krüger Nationalpark stand an. Die meisten Touristen fahren von Johannesburg aus mit dem Auto in den Krüger Park, was eine Fahrt von ca. 6 Stunden bedeutet. Da Fliegen in Südafrika so günstig ist und wir unbedingt Jetstream41 fliegen wollten, haben wir den größten Teil der Strecke mit dem Flugzeug bewältigt. Zielflughafen ist der Kruger Mpumalanga International Airport nahe der Stadt Nelspruit.

Auf der Maschine waren viele Umsteiger gebucht, welche aus Europa und Asien am frühen Morgen in JNB angekommen sind und natürlich alle viel Gepäck dabei hatten. Dies hatte zur Folge, dass nicht alle Koffer mitgenommen werden konnten – natürlich blieb meiner in JNB stehen…

Wir saßen in Reihe 1 direkt neben dem Propeller, allerdings hatte die Maschine rot getönte Scheiben! (So gut es ging, habe ich versucht dies mit Photoshop zu entfernen)

Ein kleiner Overview über das Domestic Terminal in JNB:

Auf dem 60 minütigen Flug nach Nelspruit gab es sogar ein Frühstück und Getränkeservice. Insgesamt muss man sagen, das Fliegen in Südafrika ist noch so wie bei uns vor 10 Jahren: günstige Preise, keine Gepäckgebühr, Flüssigkeiten auf Inlandsflügen erlaubt, Übergepäck wird sehr großzügig behandelt.

Die Kabine war bis auf den letzten Platz voll besetzt:

Anflug auf Nelspruit:



Von Nelspruit aus sind es noch ca. 60-90 Minuten bis zum Krüger Nationalpark, je nachdem welches Eingangstor man nimmt.

Bei den ersten Impalas legten wir natürlich gleich einen Fotostopp ein, spätestens nach dem ersten Tag beachtet man diese überhaupt nicht mehr, weil es davon sooo viele gibt.

Viele Tiere sieht man auch direkt am Straßenrand, die meisten lassen sich von den Autos auch nicht weiter stören.


Auch damit muss man rechnen: eine Büffelherde überquert die Strasse, was dann schon mal zu einer 20 minütigen Pause führen kann, bis alle Tiere durch sind.

Gewohnt haben wir auf Empfehlung von Tiha im Hotel Protea Kruger Gate direkt am Parkeingang, welches absolut zu empfehlen ist.



Allerdings sind die Grenzen zum Park hin relativ offen und das Hotel nur durch einen kleinen Zaun geschützt, so dass hier schon mal Elefanten, Affen oder Impalas vorbeischauen können. Was man auf jeden Fall zu Besuch hat (auch im Zimmer), sind alle möglichen Insekten und kleinere Tiere wie Frösche, Käfer, Tausendfüssler, Heuschrecken, etc. So ist das halt im Busch.

Insgesamt 5 Nächte haben wir in diesem Hotel verbracht und 4 Tage lang ging es für uns mit dem Auto in den Park auf Safari. Das Ziel ist natürlich die „Big Five“ zu sehen, aber auch die kleineren Tier in freier Wildbahn zu beobachten hat seinen Reiz.
Zu den „Big Five“ gehören…
…Büffel

…Elefant

…Nashorn

…Löwe


...Leopard
welchen wir leider nicht gesehen haben.
Im Krüger Park kann man sich entweder geführten Safaris anschließen oder auf eigene Faust unterwegs sein, so wie wir. Es gibt zahlreiche Straßen, auch Dirt Roads die man befahren kann und man je nach Entfernung durch die unterschiedlichsten Vegetationszonen kommt.
Max. Höchstgeschwindigkeit auf den Straßen beträgt 50 km/h und das Auto darf nur an gekennzeichneten Stellen verlassen werden. Im Park selber gibt es zahlreiche Camps, wovon die meisten sehr gut ausgestattet sind mit Supermarkt, Tankstelle, Restaurants und teilweise gibt es dort auch eine Bank oder Autovermietung. Übernachten kann man dort auch, entweder auf den Zeltplätzen oder in kleinen Häusern.
Einfahrt ins Skukuza Camp:

Lower Sabie Camp:


Dort gibt es auch Infotafeln, auf welchen die Ranger kennzeichnen, wo welches Tier gesehen wurde und man diese Punkte gezielt anfahren kann:

Auch im Krüger Park gibt es außer Tieren was anderes zum Spotten:

Ein paar weitere Impressionen von der Tierwelt im Krüger Park:


Nyala Antilope:


Tüpfelhyäne:

Nashorn mit Baby:







Impalas mit Gnu:

Das war einmal ein Gnu:

Felsmalerei:










Nach 4 Tagen hieß es leider Abschied nehmen aus dem Krüger nehmen aus dem Krüger Park. Für uns war der Aufenthalt im Krüger Park das absolute Highlight des Urlaubs und die 4 Tage eigentlich fast zu kurz. Wir haben auch nur den südlichen Teil des Parks gesehen, da es wirklich extrem weite Entfernungen sind und der Park sich über eine Länge von 350 km erstreckt. Insgesamt sind wir im Park knapp 800km gefahren.
Einen Tag haben wir dann für einen Ausflug zum Blyde River Canyon genutzt, der drittgrößte Canyon der Welt.







Dann stand die Fahrt zurück an den Flughafen an, auch hier möchte ich Euch ein paar Eindrücke zeigen:
Überholvorgang südafrikanischer Art:

Fahrschule:

Interessante Ladungssicherung:


Worsen, das wäre doch mal was für Dich?

Das soll´s dann mal mit dem 2. Teil gewesen sein. Im nächsten Teil gibt es dann noch ein paar Bilder vom Kruger Mpumalanga Airport sowie aus Kapstadt.
Ich hoffe, dieser Teil hat Euch gefallen, auch wenn der Fokus diesmal eher auf Tieren als auf Flugzeugen lag.

