Flieger-Flab-Museum Dübendorf

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Flori
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Flieger-Flab-Museum Dübendorf

Beitrag von Flori » 8. Februar 2008 19:35

Wenn man schonmal in Zürich ist, lohnt sich ein kurzer Abstecher nach Dübendorf, um das Museum zu besuchen. Der Flugplatz liegt nur 10 Autominuten vom Flughafen Zürich entfernt und ist auch leicht zu finden.

Es erwartet einen ein Überblick über die Geschichte der Schweizer Luftstreitkräfte, von den Anfängen zur Zeit des Ersten Weltkriegs bis etwa zum Ende des Kalten Kriegs. Neben zahlreichen Luftfahrzeugen aus allen Epochen gibt es auch, vor allem in der zweiten Halle, zahlreiche Exponate zum Thema Flugabwehr und Flugsicherung zu sehen.
Der Eintritt beträgt 10CHF (6,30€) für Erwachsene und 4CHF (2,50€) für Kinder und Jugendliche. Als Zeitrahmen sollte man 2-3 Std. einplanen.

Vor dem Eingang wird man von einer DH100 Vampire, J-1126 der Swiss Air Force, empfangen.
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Nun aber zu den Kostbarkeiten: Der Rundgang beginnt bei einer Bleriot XIb-Replica. Die Maschine wurde um 1913/14 als Aufklärer eingesetzt.
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Weiter geht's mit einer Häfeli DH.1, die von 1916-1919 als Aufklärer im Dienst war, und die hier ebenfalls als Nachbau zu sehen ist.
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Eine weitere eidgenössische Produktion war die Häfeli DH.3, die ab 1917 als Aufklärungs-, später auch als Ausbildungsmaschine eingesetzt wurde. Insgesamt wurden 109 Maschinen in 3 Serien gebaut. Wie die ersten beiden Maschinen ist auch das ein Nachbau
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und hier nochmal etwas genauer
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Hier zu sehen ist eine Fokker D VII, eines der erfolgreichsten Jagdflugzeuge des I. WK.
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und passend dazu der französische Gegner: Nieuport N 28 C 1 Bébé
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Ebenfalls aus der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte (K+W) Thun stammt die Häfeli DH.5, die ab Mitte der 20er-Jahre im Einsatz als Aufklärer waren.
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Diese K+W C35, die ab 1936 als Aufklärer, Jäger und Bomber eingesetzt wurde, stammt von verschiedenen Fokker-Typen ab.
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Die aus Deutschland stammende Bücker 131 "Jungmann" wurde ab 1934 als Schulflugzeug für die Pilotenausbildung genutzt.
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Eine Dewoitine D27, 1931 in Frankreich als Jagdflugzeug entwickelt
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Weiter gehts mit dem II. WK, hier angefangen mit einer Morane Saulnier MS 506 C-1, die ab 1941 als Jagdbomber eingesetzt wurde.
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Messerschmidt Bf-108 "Taifun", als Verbindungs- bzw. Schulflugzeug (für die Me109) genutzt
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Messerschmidt Me-109, der Standardjäger der deutschen Luftwaffe zu Beginn des II. WK
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Sposi@work :wink:
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Fieseler Fi-156 "Storch", ein deutsches Aufklärungs- und Verbindungsflugzeug mit STOL-Eigenschaften.
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Eine weitere Maschine von Bücker, die Bü-181 "Bestmann", eingesetzt als Schul- und Schleppflugzeug.
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Zwei Maschinen aus Übersee: North American AT-16 und P-51, die nach dem Krieg von den Kanadiern bzw. der USAF übernommen wurden.
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C-534, eine K+W C3603, die während dem Krieg als Fernaufklärer entwickelt wurde
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auch Freunde von Drehflüglern kommen nicht zu kurz...
KAB-202, ein Hiller 360/UH-12B
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und ein Sud-Ouest SO 1221 "Djinn"
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am Rande gibts noch ein paar Überreste einer B-17 zu sehen, die in Dübendorf gestrandet ist
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das war's für erste... den zweiten Teil gibts morgen!


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Flori
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Beitrag von Flori » 9. Februar 2008 01:01

weiter geht's mit der zweiten Halle... etwas einsam stand diese Dewoitine D-26 in der Ecke, eine von zwei flugfähigen in der Schweiz.
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R-2118, Mirage IIIRS (Aufklärer)
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Pilatus P2, von 1949-1981 in Diensten der Luftwaffe
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J-2335, Mirage IIIS
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und von oben:
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J-4152 Hawker Hunter
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und das Nose-Art:
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A-713 Beech E50 Twin Bonanza
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X-HB-VAD FFA P.16 Mk.III (Prototyp). Diese Maschine wurde 1960 vorgestellt und sollte der neue Kampfjet für die Schweizer Luftwaffe werden.
Teile der P.16 (ich glaube in erster Linie das Fahrwerk) wurden dann bei der Entwicklung des ersten Learjets verwendet.
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HB-HOI Nord 1203 Norecrin II
Diese Maschine wurde Ende des II. WK in Frankreich als Trainingsmaschine entwickelt.
Darunter steht J-1153, eine DH100 Vampire
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A-801, Pilatus P3-02 (Prototyp)
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HB-GAC, Beech C-18S
flog bis 1969 zur Luftvermessung
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J-1753, DH-112 Venom (nettes Diorama mit passendem Autokran usw.
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C-497, EKW C-3605 Schlepp, wie der Name schon vermuten lässt, zur Flugzieldarstellung als Schleppmaschine genutzt
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J-4001, Hawker Hunter Mk58 (diese Maschine führte den letzten Hunter-Flug der Schweizer Lufwaffe am 16.12.1994 durch, wo sie feierlich dem Museum übergeben wurde)
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U-1224, DH-115 Vampire
die zweisitzige Trainer-Variante der Vampire
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V-49, Alouette II
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und zum Schluss der Knüller: F+W N-20.10 Aiguillon (Prototyp)
Eine weiter eidgenössische Eigenentwicklung, die wegen technischer und politischer Schwierigkeiten nie über das Prototypen-Stadium hinauskam...
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und ganz zum Schluss noch ein Cockpit (ich meine, es war ne Venom... auf jeden Fall ziemlich eng^^)
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Fazit: Absolut lohnenswert! Die Maschinen sind alle in 1A-Zustand und meist recht gut abzulichten. Wer also mal in Zürich weilt und ein bisschen Zeit übrig hat, das Museum ist definitiv einen Abstecher wert.


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Beitrag von degi » 9. Februar 2008 01:09

Sehr nett was da alles so rumsteht. Das ist auf jedenfall mal einen Abstecher wert. Danke fürs zeigen.



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Beitrag von 86Th Aw » 9. Februar 2008 11:30

Jau, da hat sich ja einiges getan, ich war da 1993 das letzte mal :-)
Flori falls Du paar c/n brauchst, ich kann da abhilfe verschaffen.


Ein paar Bilder von mir

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Flori
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Beitrag von Flori » 9. Februar 2008 11:54

ich hab über die Database und diverse Internet-Recherchen schon vieles rausbekommen... aber wenn was fehlt, werd ich auf dich zurückkommen, Mr. "Wrecks & Relics" ;)


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Long Beach
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Beitrag von Long Beach » 11. Februar 2008 03:01

Uiiiiiiiiiii, das ist ja mal was leckeres. My compliments, your highness :-)
Ich schmeiss jetzt aber noch den Klugscheissermodus an: :D

Der Hiller-Heli dürfte sehr rar sein, da er der einzigste seiner Gattung ist/war, der die hillerspezifische Rotorkopfkonstruktion mit den "Paddeln" hat. (Also die kleinen Rotorblätter). Die Bell 47G hatte schon kleine Stahlstangen mit Kugelgewichten.

Diese Konstruktion verleiht dem Heli durch eine zusätzliche Kreisebene enorme Stabilität, besonders bei kleineren Rotordurchmessern. Das ganze geht aber zu Lasten der Agilität, weshalb die 47G nicht mehr die Paddel hatte sondern die Kugeln. Problem der Paddel war die exakte Ausrichtung zum Hauptrotorkopf. Eine minimale Verschiebung nach oben oder unten hatte heftige aerodynamische Einbussen zu folge. Ein Grund, warum Bell mit der 47G schnell auf Kugeln an den Enden umkonstruiert hat.
Rotorköpfe mit dieser Konstruktion nennt man "Bell-Hiller Köpfe", da Bell die lange Hauptrotoreinheit konstruiert hat und Hiller den Hilfsrotor.

Die Konstruktion findet man heute noch bei Modellhubschraubern. Selbst bei übelsten Seitenwindböhen hängt der Heli fast wie ein Brett in der Luft. Erste Elektronikhilfen (V-Stabi) halten seit ca. 6 Monaten Einzug.

Die Superpuma ist auch einzigaritg. Wird bei Helikopter-Baumann in der Schweiz hergestellt und hat einen Rotordurchmesser von 1,80 Meter. Und das ganze mit Akkus, ohne Turbine.

Hoffe, der kleine Ausflug in die Heliwelt hat gefallen.

Grüßle
LB


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