Am Morgen des 1. Februars sollte mich mein Wecker um kurz vor 4 Uhr aus dem Schlaf reißen. Eigentlich wäre ich lieber noch liegen geblieben, aber wenn man mal wieder fliegen kann, macht man doch alles mit. Nachdem mein Rucksack und ich dann endlich ready for departure waren, fuhr ich dann mit etwa 50 todmüden, aber fröhlichen "Narren" um 5 Uhr mit dem Zug nach Tübingen. Dort ging es mit der Linie 828 gleich weiter zum Flughafen Stuttgart.
Meinen Flug nach VIE hatte ich bereits am Abend vorher online eingecheckt und so musste ich nur noch meinen Rucksack am Schalter abgeben. Das ging ziemlich flott und nach ein paar Minuten saß ich dann an Gate 117.
Doch nicht alles sollte so zügig gehen: Bei meinem Rundgang durch die Shops und Warteräume sah ich mir einen An-/Abflugbildschirm genauer an. Ein klasse Teil; doch das was mir das Gerät angezeigt hatte, trübte meine Vorfreude ein wenig: OS178 (08:25) verspätet auf 08:50. Na gut...eine halbe Stunde kann man verschmerzen, dachte ich mir. Pünktlich zur eigentlichen boarding time wurde dann bekannt gegeben, dass unser Flieger wegen Enteisung verspätet sei und dass der Slot verpasst werden würde.
Die zweite Zeitung hatte ich dann nach schier endloser Wartezeit durch und auf einmal rollte dann endlich ein Flugzeug der Austrian arrows an den Finger. Wenige Minuten nach 9 Uhr durften wir dann endlich in die Fokker 70 einsteigen. Es sollte die OE-LVN sein. Nach Empfehlung von UA901 wählte ich Platz 16F (bei KLM ist das 15F).
Beim Betreten der Maschine fiel mir jedoch etwas Merkwürdiges auf: Die Türe hatte gar keine Stufen und war auch nicht nach unten geklappt! In Reihe 16 angekommen verstand ich erst einmal gar nichts mehr. 16 war laut Check-in die Vorletzte Reihe, aber da waren noch viel mehr! Aha...Das war gar keine Fokker 70 sondern die Nummer größer. Ich ergriff die Gelegenheit und setzte mich eigenmächtig, in der Hoffnung, dass niemand kommen würde, auf 19F um.
Nach dem take-off auf der 25 um Punkt 09:30 Uhr (die RR-Triebwerke haben es echt in sich
Der Anflug war der "schlimmste", den ich bisher erlebt habe: Die Maschine ist relativ schnell gesunken und wurde richtig schön durchgerüttelt. Das war aber nicht alles: Ich habe gespürt, dass ich Ohren habe, bzw. dass die verdammt wehtun! Dieses Gefühl hatte ich dann noch ungefähr 1 Stunde nach Ankunft.
Das Gepäck kam recht schnell und wenige Zeit später fand ich mich im Parkhaus P4 wieder. Einigen Berichten konnte ich bereits entnehmen, dass es dort "leicht" zieht. Das war auch nur "leicht" untertrieben. Um es auf Deutsch zu sagen: Es war a....kalt! Aber Gott sei Dank gab es dort eine Wand, die mir Windschutz bot. Man kann von dort aus schön über den hinteren Teil des Vorfelds und etwa die Hälfte der Rwy 16 schauen. Bei gefühlten -10°C wollte meine EOS dann nach einer guten Stunde nicht mehr so, wie ich wollte
Als erstes ging es mit der S-Bahn in die Stadt rein. Nach ein paar Minuten fahrt in diversen U-Bahnen war ich dann bei der Österreichischen Nationalbank angelangt. Zu besichtigen gab es dort die größte Goldmünze Europas (1000 Unzen Feingold, Nennwert 100.000€
Nach dem Check-in blieb mir nur noch eine halbe Stunde, die ich noch mal mit "spotten" verbracht habe. War zwar nicht ganz optimal, aber dennoch nicht unmöglich. Auf dem Weg zum Gate B27 kam ich dann an einer Infoanzeige vorbei. Ich konnte meinen Augen nicht trauen: LH3607 delayed war darauf zu lesen.
Dieses Mal ging alles recht flott. Der CRJ-700 der LH-Cityline war die D-ACPN. Auf Platz 18A (danke Bianca!) wurde mir kurz nach dem Start um 19:55 auf der 29 ein Getränk und eine Tafel Milka-Schokolade serviert. Der Flug war bis auf die Aussicht auf das nächtliche Wien nicht besonders aufregend. Punkt 20:53 setzten wir dann in STR auf der 25 auf.
Nach einer 2-stündigen Busfahrt konnte ich zu Hause endlich meine platten Füße befreien und mich in mein Bett werfen.
=> Fazit: Obwohl nicht alles so geklappt hat, wie es geplant war, war es trotzdem ein äußerst erlebnisreicher Tag. Wenn man sich die Stadt aber genauer anschauen möchte, sollte man mindestens 3 Tage dort sein. Letztendlich möchte ich mich noch bei AUA für den Rabattcode bedanken.
Vielen Dank fürs Lesen! (Ist ein bisschen viel geworden. Sorry!
Wenn ihr Fragen/Anregungen/Kritik habt oder Tipps braucht…nur her damit!
Viele Grüße
Johannes




